Rolandtagung
Roland im Wandel der Zeit

Einst waren die überlebensgroßen steinernen, zuvor meist hölzernen Rolande ein Sichtbares Zeichen städtischer Freiheit, Marktrecht, städtischer Gerichtsbarkeit und standen auf dem Marktplatz einer Stadt.
In Deutschland erscheinen seit dem 13. und 14. Jahrhundert in zahlreichen norddeutschen Städten, insbesondere Städten des Magdeburger Rechts, Rolandsfiguren. Bemerkenswert ist die Häufung der Rolande in den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen.
Allein in diesen 3 Ländern befinden sich heute noch 22 erhaltene Rolande. Von den insgesamt 57 nachgewiesenen, ursprünglichen Rolandsäulen sind immerhin noch 37 Rolande erhalten beziehungsweise wiederaufgerichtet und 20 untergegangen.
Allein in Deutschland befinden sich noch 27 Rolande.
Einer dieser Rolande steht auf dem Stendaler Marktplatz.
Seit 1525 erstreckt er sich mit einer Gesamthöhe von 9,43 m in die Höhe und ist somit nicht nur der zweitgrößte Roland in Deutschland, sondern jubiliert in diesem Jahr zum 500. Mal.
Nicht weit davon entfernt befindet sich in der kleinen Ortschaft Buch bei Tangermünde einer weiterer steinerner Roland von 1580.
Die Tagung Roland im Wandel der Zeit thematisiert beide Rolandfiguren aus stadtrechtsgeschichtlicher Sicht des Mittelalters bis hin zur heutigen künstlerischen Sicht im Stadtbild.
Titel der Tagung: Roland im Wandel der Zeit
Datum: 08.11.2025; 10:00 - 16:30 Uhr
Ort: Musikforum Katharinenkirche
Schadewachten 48, 39576 Hansestadt Stendal
Tagungsbeitrag: 10,00 Euro - vor Ort zu entrichten
Ermäßigt 7,00 Euro für Schüler und Studenten
Anmeldung: 03931651192 oder info(at)veranstaltungen-stendal.de
Tagungsprogramm: Moderation: Dr. Sascha Bütow
| ab 8:30 Uhr | Ankunft und Anmeldung Mit Möglichkeit des Besuchs der Ausstellungen |
| 10:00 Uhr | Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Hansestadt Stendal Bastian Sieler |
| 10:15 Uhr | Einführung Roland im Wandel Dr. Sascha Bütow, ZMA Magdeburg |
| 10:30 Uhr | Vorstellung des Rolandnetzwerkes Frank Riedel, Kulturamtsleiter Stadt Perleberg |
| 11:15 Uhr | Gott vergegenwärtigen und Macht legitimieren – Zur Gestalt und Funktion städtischer Eidreliquiare und Schwurhäuser am Beispiel des Tangermünder Schwurkästchens Vera Henze-Mengelkamp M.A., Freie Universität Berlin |
| 12:00 Uhr | Zusammenfassung und Zeit für Nachfragen |
| 12:30 Uhr | Mittagspause Verpflegung vor Ort sowie Möglichkeit des Besuchs der Ausstellungen |
| 13:30 Uhr | Die Restaurierungsphasen vom Stendaler und Bucher Roland Bärbel Hornemann, langjährige Mitarbeiterin Denkmalschutz der Hansestadt Stendal |
| 14:15 Uhr | Kunst im öffentlichen Raum – Roland 1525 Wolfgang Friedrich, Künstler der Stendaler Rolandbronze |
| 15:00 Uhr | Kaffeepause Verpflegung vor Ort |
| 15:30 Uhr | Abschlussdiskussion mit anschließender Besichtigung der Rolandbronze 1525 mit dem Künstler |
| 16:30 Uhr | Ende der Tagung |
Während der Tagung sind folgende Ausstellungen zu besichtigen:
„Mal dir den Roland wie er dir gefällt“
„Johann von Buch und die Professionalisierung des Rechts zwischen Bologna und Tangermünde“
Erstmalig werden nur an diesem Tag das Tangermünder und das Werbener Schwurkästchen (Leihgabe Altmärkisches Museum Stendal) gemeinsam vor Ort ausgestellt.

